Taufe

"Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind!"

Sie wollen Ihr Kind taufen lassen wollen und es soll zu unserer Kirchengemeinde gehören. Ihr Entschluss zur Taufe kann ganz unterschiedlich motiviert sein. Vielleicht haben Sie gesagt: "Ich bin selbst getauft und finde das gut so." Oder Sie wollen, dass Ihr Kind zur Kirche, zu einer Gemeinde, einer Religion dazugehört. Sie empfinden Ihr Kind als Geschenk und möchten es vielleicht nun taufen lassen, weil Sie Gott dankbar sind. Oder Sie möchten mit der Taufe, Ihr Kind behütet, geborgen und geliebt wissen.

Einige Hinweise haben wir Ihnen zusammengestellt.

Taufgespräch
Der Pfarrer wird zu einem persönlichen Taufgespräch zu Ihnen kommen.
Für das Taufgespräch benötigen wir eine Kopie der GeburtsurkundeIhres Kindes.

Tauftermin
Terminabsprache erfolgt mit dem jeweiligen zuständigen Pfarramt.

Taufpaten
Durch seine Paten kann ein Kind entdecken, was evangelischer Glaube heißt. Bei der Taufe versprechen die Paten mit den Eltern, das Kind mit dem Glauben an Gott vertraut zu machen. Es sollen mindestens zwei Personen das Patenamt für ein Kind wahrnehmen. Einer davon muss evangelischer Christ, evangelische Christin und zum Patenamt zugelassen sein, d.h. in einer Kirche der Evangelischen Kirche in Deutschland konfirmiert oder als Erwachsener getauft sein oder die Zulassung auf andere Weise erworben haben (z.B. durch Übertritt oder Aufnahme). Der andere Pate, die andere Patin kann auch einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören. Zu dieser gehören neben anderen Kirchen  die römisch-katholische und die evangelisch-methodistische Kirche.

Teilen Sie bitte den Paten mit, dass wir – sofern die Paten nicht Mitglieder unserer Kirchengemeinde sind – eine Patenbescheinigung von ihnen benötigen. Diese erhalten die Paten durch einen Anruf beim Pfarramt ihres Wohnortes.

Es können neben den Paten auch Taufzeugen, die dem Kind verbunden sind, aber zum Patenamt nicht zugelassen sind, benannt werden.

Taufspruch
Zu einer Taufe gehört ein persönlicher Bibelvers. Er wird dem Täufling mit auf den Weg gegeben. Die Eltern und auch vielleicht die Paten suchen diese Taufspruch aus und zeigen damit, was für den Täufling als besonders wichtig erachten. Eine Auswahl an Taufsprüchen finden Sie hier.

Taufkerze
Im Taufgottesdienst wird für den Täufling eine Kerze angezündet, denn Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt. Die Taufkerze kann dann jährlich am Tauftag angezündet werden. Eltern können dabei ihrem Kind erzählen, was es mit dieser Kerze und der Taufe auf sich hat. Sie oder die Paten können eine Kerze gerne selber gestalten und mitbringen. Andernfalls wird die Kirchengemeinde Ihrem Kind eine Taufkerze schenken.

Jede Taufe ist auch eine Erinnerung an unsere eigene Taufe. Bitten Sie deshalb die Kinder aus Ihrer Familie, die den Taufgottesdienst Ihres Kindes mitfeiern und selber getauft sind, ihre eigenen Taufkerzen mitzubringen. Wir zünden auch diese dann im Gottesdienst zur Erinnerung an die Taufe dieser Kinder an.

Glaubensbekenntnis
Ein kleines Kind kann das Bekenntnis seines Glaubens noch nicht selbst sprechen, deshalb wird es von der Taufgemeinde stellvertretend gesprochen. Dies geschieht in der Hoffnung, dass das Kind eines Tages seinen Glauben mit eigenen Worten bekennen wird. Sie, die Paten und die Gemeinde möchten dazu helfen, das Kind mit den Inhalten des Glaubens vertraut zu machen. An unserem Beispiel sieht und lernt Ihr Kind auch, wie der Glaube im Alltäglichen Gestalt gewinnt und gelebt wird. Im Taufgottesdienst sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis. Es findet sich im Gesangbuch unter der Nummer 686. Es mag vielleicht gut sein, es sich vor der Taufe nochmals zu vergegenwärtigen.

Tauflied
Sie als Eltern dürfen ein Lied des Gottesdienstes auswählen. Dies kann ein spezielles Tauflied sein. Es kann aber auch ein anderes Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch sein. Im Taufgespräch bin ich Ihnen auch gerne bei der Auswahl behilflich.

Tauffragen
Vor der Taufe werden Sie und die Paten gefragt, ob Sie die Taufe Ihres Kindes wünschen: "Wollt ihr, dass euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will."

Dann wird Ihnen und den Paten das Versprechen abgenommen, Ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen: "Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe." Sie bestätigten diese Verpflichtung mit einer Entlastung, indem Sie antworten: "Ja, mit Gottes Hilfe." Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass Sie bei allem, was Sie tun, Ihr Vertrauen auf Gottes Beistand setzen. Hilfestellungen bieten wir Ihnen und Ermutigungen finden Sie im Anhang zur religiösen Erziehung von Kindern.

Taufwasser
Wasser ist lebenspendendes und lebenserhaltendes Grundelement. Wasser kann ebenso lebensbedrohlich sein. Die Bibel berichtet von einer großen Flut, die die Menschen vernichtete, weil sie sich von Gott entfernt hatten. Am Ende der Flut erscheint am Himmel ein Regenbogen, der als Gottes Versprechen gedeutet wird, die Erde mit allem, was darauf lebt, fortan zu bewahren. Bei Jesu Taufe im Fluss Jordan öffnet sich der Himmel.

In der Taufe öffnet sich uns der Himmel und Gottes Versprechen erscheint über unserem Leben: mit der Taufe sind wir in die Liebe Gottes eingetaucht. Gott ist mit uns auf dem Weg. Wir sind in Gottes guter Macht geborgen und von ihr umhüllt. Er stärkt uns in allem Schweren und Bösen, das uns begegnen kann. Er ist gütig gegenüber allen unseren Fehlern und vergibt uns unsere Schuld. So haben wir eine große Freiheit geschenkt bekommen und können immer wieder neu aufatmen im Leben.

Gebete zur Taufe
Es ist schön, wenn ein Pate, eine Patin, beide Paten oder Sie als Eltern das Gebet zur Taufe Ihres Kindes sprechen. Im Taufgespräch werden wir Genaueres absprechen.

Mitgliedschaft in unserer Kirchengemeinde
Mit der Taufe wird der Täufling in unsere Kirchengemeinde aufgenommen und die Begleitung seines Lebens- und Glaubenswegs wird uns ans Herz gelegt.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen die Taufe zu feiern und Ihr Kind in unserer Kirchengemeinde zu begrüßen.