Bestattung

"Ich bin die Auferstehung und das Leben.
  Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt."

Dieses Wort von der Auferstehung sprechen Pfarrerinnen und Pfarrer am Grab. Es ist ein Wort des Widerspruchs gegen den Tod, der uns oft grausam überfällt, wenn wir einen vertrauten Menschen verlieren. Es ist ein Wort des Trostes, weil es den Menschen nicht dem Nichts ausliefert, sondern ihm einen Platz im Leben bei Christus zusagt.

Wer trauert, wird zunächst klagen und weinen. Aber die Trauer verwandelt sich und kann zur vertrauensvollen Gelassenheit werden: Der Verstorbene, die Tote ist bei Gott. Das Leben ist stärker als der Tod. Diese Botschaft verkünden wir an den Gräbern bei den Bestattungen.

 

Wie wünsche ich mir die Gestaltung meiner Bestattung?

Mit dem Pfarrer können Sie über die Fragen sprechen, die Sie beim Nachdenken über Sterben und Tod beschäftigen. Rufen Sie uns an!

 

Was ist zu tun nach dem Tod eines Angehörigen?

Tritt der Tod zu Hause ein, verständigen Sie den Arzt/ die Ärztin, um den Tod festzustellen. Auch der Bestatter wird nach Eintritt des Todes gerufen. Wenn Sie möchten, kommt der Pfarrer zu einer Aussegnungsfeier ins Haus, bevor die/ der Tote auf den Friedhof abgeholt wird.

Der Bestatter/ die Bestatterin wird den Bestattungstermin nach Ihren Wünschen in Absprache mit dem Pfarrer vom Friedhofsamt festlegen lassen. Das Bestattungsunternehmen ist Ihnen behilflich, die musikalische Umrahmung festzulegen und den Blumenschmuck zu bestellen sowie die Traueranzeigen zu drucken. Außerdem unterstützt er Sie dabei, die Formalitäten beim Standesamt zu erledigen.

 

Wie wird die Trauerfeier gestaltet?

Sie vereinbaren dazu mit dem Pfarrer einen Gesprächstermin. In der Regel kann das Gespräch bei Ihnen zu Hause stattfinden. Es ist immer gut, zum Gespräch einige Bilder des Verstorbenen/ der Verstorbenen herauszusuchen. Gemeinsam reden wir über Leben und Sterben Ihres Angehörigen und die Trauerfeier. Die Biographie des/ der Verstorbenen wird in die Ansprache mit einfließen. Im Idealfall kennt der Pfarrer den/ die Verstorbene oder die Familie. Manchmal liegt der Konfirmationsspruch oder auch ein anderes Bibelwort der Ansprache zugrunde. Sie können gerne eines aussuchen. Ebenso können Sie die Lieder auswählen, die gesungen werden, in der Regel sind es zwei Choräle. Auch andere musikalische Elemente sind möglich. Dies klären wir im Gespräch.

Wenn der/ die Verstorbene nicht (mehr) Mitglied der Kirche war, Sie als Angehörige aber dennoch eine christliche Bestattungsfeier wünschen und im Blick auf den Willen des/ der Verstorbenen für angemessen halten, besprechen Sie das mit dem Pfarrer, der in dieser Frage über einen Ermessensspielraum verfügt.

 

Wie begleiten wir Sie?

Im nächsten Gottesdienst der Gemeinde wird dann der/ des Verstorbenen gedacht.

Die Trauerfeier soll Ihnen auf Ihrem Weg der Trauer eine Hilfe sein. Und auch nach der Trauerfeier lassen wir Sie nicht allein und begleiten Sie nach Absprache gerne seelsorglich durch Gespräche.

Am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, das am 1. Advent neu beginnt, gedenken wir im Gottesdienst aller aus unserer Gemeinde Verstorbenen.
Sie erhalten hierzu eine Einladung.