Bau und Erweiterung des Gemeindezentrums
der Friedenskirche in Oberaichen -1993 - 1995

Durch die Einweihung des Gemeindezentrums im Jahr 1964 war ein großes Werk vollendet worden, an dem viele Herzen und Hände sieben Jahre lang mit gebaut hatten. Es war der Wunsch der Oberaicher  Gemeindeglieder, dass nach den Jahren des Planens und Bauens in den Jahren vor 1963, nunmehr der innere Aufbau der neugeschaffenen Kirchengemeinde mit Gottes Hilfe geschehen konnte.

Nachdem sich der Ortsteil Oberaichen durch die rege Bautätigkeit und dem starken Zuzug bevölkerungsmäßig stark vergrößert hatte, reichte das ursprünglich konzipierte Gemeindehaus für die Belange von Kirche und Gemeinde nicht mehr aus. Das Gemeindehaus war dazumal der einzige Ort, wo größere Zusammenkünfte von Kirche, Veranstaltungen der Bürgergemeinschaft Oberaichen und bürgerlicher Gemeinde stattfinden konnten.
Es entstand bereits in den 80er Jahren der Wunsch, das Gemeindehaus zu erweitern. Nachdem sich die Stadt Leinfelden-Echterdingen durch Gemeinderatsbeschluss vom 17.09.1991 finanziell daran beteiligte, konnte unter Architekt Prof. Stockburger eine Erweiterung in den damaligen Gemeindehof hinein geplant werden. Zwischenzeitlich hatte Pfarrer Karl Martell im Jahr 1992 seinen Dienst in Oberaichen übernommen und begleitete die Planung und erste Baumaßnahmen für das neue Gemeindezentrum. Im April 1994 begannen die Rohbauarbeiten und am 14. November desselben Jahres wurden Richtfest und Grundsteinlegung zusammen mit Dekan Kraft, Pfarrer Karl Martell, OB Wolfgang Fischer, der Bürgergemeinschaft Oberaichen, vertreten durch Dr. Wilhelm Stanger, und dem Posaunenchor unter reger Beteiligung der Oberaicher Bürgerinnen und Bürger gefeiert.
Nach weiterer 2-jähriger Bauzeit wurde die Fertigstellung des Gemeindezentrums und des Pavillon im Rahmen einer Festwoche vom 21.-28.01.1996 gefeiert.
Mit einem Festgottesdienst am 21.01.1996 durch Landesbischof Eberhard Renz, wurde die Festwoche eröffnet. Er betonte in seiner Festansprache, dass es in Zeiten knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit sei, dass Kirchengemeinde und Stadt gemeinsam dieses Haus bauten. „Es sei Gottes Wille, dass eine Gemeinde offen ist und niemand ausschließt“. Er wünschte dem neuen Treffpunkt „dass sich darin alle schnell zu Hause fühlen“.
Seit diesen guten Wünschen kann heute bestätigt werden, dass in diesem Haus viele Veranstaltungen stattfanden und noch stattfinden werden. Der Pavillon wurde zum Haus der Veranstaltungen und Begegnungen.

M. Armleder und A. Keller, ergänzt durch D. Kneule und H. Treffinger