Bau und Einweihung des Gemeindezentrums der Friedenskirche in Oberaichen

Zeittafel

Die Entstehung der Evang. Kirchengemeinde Oberaichen

Seit 1563 gehören die Oberaicher zur Pfarrei Musberg und gehen dort zur Kirche.

1866 gehört zu Oberaichen ein eigener Friedhof.

Nach dem Krieg entwickelte sich ein eigenes kirchliches Leben in Bibelstunden, Kinderkirche, Jugendkreise in Hauskreisen.

Um 1950 wurde der Wunsch nach einem eigenen Gemeindezentrum laut.

1957 kaufte die Pfarrgutsverwaltung ein 30a großes Gelände am Ende der Häußerwiesenstraße. Hier soll bis 1960 ein Gemeindehaus gebaut werden, das später zu einem Kirchenraum erweitert werden soll.

1958 wurde der Kirchbauverein gegründet und 1959 wurde der Entschluss gefaßt, das Gemeindezentrum gleich zu bauen mit dem Kindergarten, den die bürgerliche Gemeinde erstellt.

Ostern 1961 (02.04.1961) bekam Oberaichen eine Baracke geschenkt, die eingeweiht und seitdem zu Gottesdiensten, Kinderkirche, Bibelstunden, Zuhörer- und Konfirmandenuntericht diente 

Zusatzinformation         

Im Mai 1961 wurde für das Oberaicher Gemeindezentrum das endgültige Bauprogramm mit Kirche, Pfarrhaus, Jugendräume, Kindergarten festgelegt.

11. Januar 1962 war Albrecht Keller Vikar in Musberg mit Vikarzimmer im Pfarrhaus Musberg. Er war dadurch auch zuständig für die Kirchengemeinde Musberg-Oberaichen.

Im März 1962 wird das Bauprogramm für das Oberaicher Gemeindezentrum eingereicht und Mitte September 1962 begannen die Bauarbeiten.

Am 21. Oktober 1962 war Grundsteinlegung.

1963 wurde mit dem Fortschreiten des Kirchbaus die Selbständigwerdung von Oberaichen in Angriff genommen.

03. September 1963 ist Pfarrer Langbein verstorben. Vikar Albrecht Keller wurde nun Pfarrverweser.

September 1963 wurde der Antrag gestellt, dass mit der Neubesetzung der Pfarrstelle von Musberg, Oberaichen von Musberg abgetrennt - und Oberaichen zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben wird.

Viele Verhandlungen folgten mit folgender Lösung:

Die Gesamtkirchengemeinde Leinfelden besteht aus den drei selbständigen Teilgemeinden Ober- und Unteraichen, die nun zusammen etwa so groß sind wie Leinfelden. Der Pfarrer wohnt in Oberaichen.

Nach der Investitur von Pfarrer Bauer im Dezember 1963 als Pfarrer von Musberg, wurde Albrecht Keller Parochialvikar von Oberaichen.

Durch Umbau und Räumung des Pfarrhauses in Musberg wegen totalem Umbau, zog Albrecht Keller in das halbfertige Pfarrhaus von Oberaichen ein. Die Schlafstelle war bei einem Kirchengemeinderat Stäbler in Oberaichen bis 29.02.1964.

Am 04.04.1964 hatte Albrecht Keller in Musberg die letzte Trauung und am 05.04. 1964 die letzten Gottesdienste in Musberg und Oberaichen.

Am 06.04.1964 zog Albrecht Keller um und fing als Repetent im Seminar Schöntal an.

Im Juli 1964 wurde die inzwischen neugegründete Pfarrstelle an Pfarrer Armleder übertragen. Damit war Oberaichen zum ersten Mal in seiner Geschichte Sitz eines Pfarrers geworden. Am 19. Juli 1964 konnten die neue Friedenskirche und das zum Gemeindezentrum gehörende Gemeindehaus eingeweiht werden.

Einweihung der Friedenskirche am 19. Juli 1964

Nach einem letzten Gottesdienst in der "Notkirche" zog die Gemeinde zur  Friedenskirche. Der Posaunenchor Möhringen spielte zum Auszug aus der Notkirche. In einem langen Zug marschierten die Kinderkirchkinder voraus, dann die Pfarrer, die Kirchengemeinderäte – mit Bibel, Leuchter und Abendmahlsgeschirr – Architekt Stenzel, Statiker, Landrat und Bürgermeister Gustav Egler und die gesamte anwesende Gemeinde zur neuen Kirche. Hier übergab Architekt Stenzel den Schlüssel an Pfarrer Martin Armleder.