Sommerkonzert des International Choir of Stuttgart

Der International Choir of Stuttgart in der Auferstehungskirche

 

Zu einer musikalischen Reise um die Welt lud der International Choir of Stuttgart am 22.07.2018 das Publikum in der vollbesetzten Auferstehungskirche in Unteraichen ein. An diesem regnerischen Sonntagabend entführten die Sängerinnen und Sänger – begleitet von Klavier, Gitarre und Schlagzeug –, unter der virtuosen Leitung von Carina Engel, die Besucher mit schwungvollen Traditionals, Rock- und Popsongs in vier Kontinente mit acht verschiedenen Ländern.

Mit geistlichen Lieder des afrikanischen Kontinents wie bspw. »Baba Yetu (The Lord's prayer)« aus Kenia – der Text entspricht etwa dem Vaterunser – begann die Reise. Das bekannte Lied »Afrika« der Rockgruppe »Toto«, das besonders durch den eindrucksvollen Bariton Leopold Bier intoniert wurde, rundete den Liedblock ab.
Die nächste Station der Reise führte uns nach Südamerika. Im Refrain des bekannten mexikanischen Volkslieds »Cielito Lindo«, heißt es: ...»singe und weine nicht, denn Singen erfreut die Herzen ...«, es passte genau: der Gesang des Chors erfreute die Herzen des Publikums. Mit dem »Libertango« nahmen Carina Engel (Violine) und Michael Seitz (Klavier) die Zuhörer nach Argentinien mit.  
Mit dem deutschen Volkslied »Erlaube mir, feins Mädchen« aus dem 19. Jh. und dem Evergreen »Mein kleiner grüner Kaktus« der »Comedian Harmonists« aus dem Jahr 1934 legten wir eine Zwischenstation in Deutschland ein. Fritz Wolter (Gitarre) erinnerte mit seinem Solo von »Sei wachsam« an die Aktualität dieses Protestlieds, das der bekannte Liedermacher Reinhard Mey 1996 veröffentlichte.
Mit »Hear my prayer« und »Swing Low« – zwei Spirituals – ging die Reise weiter nach Nordamerika. Der sozialkritische Country folk song »Sixteen Tons«, in dem das Leben in US-amerikanischen Kohlegruben während des 2. Weltkriegs beschrieben wird, schloss sich an. Natürlich durfte auch »Hallelujah« des Kanadiers Leonard Cohen nicht fehlen.
Großbritannien war mit zwei Beatles-Songs vertreten: »Come together« – gesungen von Fritz Wolter – und »All my loving«. Die musikalische Weltreise endete mit der 1975 entstandenen »Bohemian Rhapsody« der britischen Rockgruppe »Queen«.
Nach dem jubelnden Beifall des Publikums erklang als Zugabe nochmals das argentinische, geistliche Lied »El cielo canta alegria«, dessen Text übersetzt bedeutet: »Der Himmel singt vor Freude, weil in deinem und meinem Leben der Ruhm Gottes glänzt ...«. Ein schöner Abschluss für dieses eindrucksvolle Konzert, bei dem die Begeisterung des Chors für die Musik und die Freude am Singen so deutlich wurde.
Isabel Vermander