Die alte und die neue Altarbibel

Die Widmung aus dem Jahre 1962

Zum Reformationsjubiläum stiftet die Landeskirche jeder Gemeinde eine neue Altarbibel, natürlich eine „Lutherbibel 2017“. Die neue Bibel wurde am 13. November 2016 von Pfarrerin Deimling und einigen Konfirmanden eingeführt.

Dabei wurde auch die alte Bibel würdig verabschiedet. Kaum jemand wusste noch, dass sie 1962 als Geschenk ihren Platz auf dem Altar gefunden hat. Die Widmung auf den ersten Seiten gibt darüber Auskunft:

„Gelobt Sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christus.
Epheser 1,3

Als Mitarbeiter der Kirchengemeinde Unteraichen stifte ich diese Altarbibel - einem inneren Rufe folgend.

Christfest 1962. Lektor Paul Schürrle.“

Manches hat sich in den letzten 54 Jahren geändert. Die Lektoren heißen jetzt Prädikanten und Unteraichen wird nicht mehr als getrennte Kirchengemeinde betrachtet. Was sich jedoch nicht geändert hat, ist dass nach wie vor eine Bibel auf dem Altar liegt. Während die alte ihren Platz im Dietrich-Bonhoeffer-Haus finden wird, wird künftig eine neue Übersetzung im Gottesdienst verwendet. „Sola scriptura“, „allein durch die Schrift“ war einer der vier Grundsätze der Reformation, und Gottes Wort wird auch künftig eine wichtige Rolle in den evangelischen Gottesdiensten spielen.