Musik der Sepharden und der Aschkenasen

Poetische Balladen, Liebeslieder und Festtagsgesänge voller Lebensfreude und sehnsüchtiger Wehmut aus muslimischer, christlicher und jüdischer Kultur vergangener Jahrhunderte: Konzert in der Auferstehungskirche am 2. Februar 2014 um 19.00 Uhr

»Es ist Zeit für Liebe, meine Braut, komm in meinen Garten«, heißt es in einem Gedicht aus dem 10. Jahrhundert.

Die Gruppe »Asamblea Mediterranea« verzaubert das Publikum mit einem musikalischen Dialog zwischen der Kultur der Sepharden und Aschkenasen. Poetische Balladen, Liebeslieder und Festtagsgesänge erzählen von märchenhaften Lebensfreuden und sehnsuchtsvoller Wehmut. Die Musik der Sepharden ist von nordafrikanischen und südspanischen Rhythmen sowie griechischen und südslawischen Volksmusiken geprägt. Sepharden sind Juden, die ursprünglich aus Spanien, Portugal, Nordafrika oder dem Nahen Osten stammten. Aschkenasen nennen sich Juden, die ursprünglich aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Osteuropa stammten. Das Wort »Aschkenasen« leitet sich vom hebräischen Wort für Deutschland ab, Jiddisch ist ihre Sprache. Innerhalb der jüdischen Welt gibt es vielerlei Spannungen zwischen Sepharden und Aschkenasen. »Asamblea Mediterranea« zeigt mit ihrem Konzertprogramm auf, was die beiden Kulturen vereint. Der musikalische Brückenschlag entführt das Publikum in eine betörend andere Welt.

Ines Amanovic (Gesang), Gabriele Lesch (Gesang), Melanie Bogisch (Blockflöten), Andreas Geyer (Klarinette), Mark Johnston (Geige), Hans Chris Dressen (Kontrabass), Andreas Pastorek (Percussion), Alon Wallach (Gitarre, Leitung & Arrangements)