Zwei Osterkerzen

Osterkerze in der Peter-Paul-Kirche

Osterkerze in der Auferstehungskirche

Die Osterkerze in der Peter-und-Paul-Kirche

Die Osterkerze, die in der Nähe des Altars unserer Peter-und-Paul-Kirche steht, ist ein Geschenk der katholischen Kirchengemeinde St.-Peter-und-Paul. Gemeindemitglieder und der Vorsitzende der Ortskirchlichen Verwaltung Herr Werner Högerle, haben an der feierlichen Osternachts-Messe teilgenommen und dieses Geschenk entgegengenommen.

Aus der Nähe betrachtet sehen wir die Details: Ein rotes Kreuz, mit Nägeln fixiert, eingerahmt mit den Ziffern der Jahreszahl 2013. Darunter eine Weinrebe und Kornähren, dem Sinnbild der Eucharistie. Ähren für die Auferstehung, für Tod und Wiedergeburt und Trauben für Wein als das Blut Christi. Trauben stehen auch für das Wort Jesu zu seinen Jüngern: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ (Joh. 15, 5). 
Unter Weintrauben und Ähren stehen der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets Α, Ω. Die Nägel symbolisieren die Wundmale Christi, Α und Ω stehen für die Worte Jesus: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“

In der Osternacht tritt man in die katholische St.-Peter-und-Paul-Kirche ein, sie ist ganz dunkel, bis man begleitet vom gesungenen „Christus das Licht“, die Osterkerze, entfacht am Osterfeuer, hereinträgt. Damit zündet jeder die vor sich stehende Kerze an und gibt deren Licht weiter an die Kerze seines Nachbarn. Auch an die Osterkerzen für unsere Peter-und-Paul-Kirche und die katholische Kirche Heilig Kreuz in Musberg hat man das Licht weiter gegeben.

Man ist beeindruckt von der feierlichen Stimmung, die einen umgibt, während es in der Kirche langsam immer heller wird. Für alle Christen soll das Licht der Osterkerze Sinnbild sein, für den auferstandenen Christus, das Licht der Welt das sich unter uns ausbreitet. Für mich ist die Osterkerze aber auch ein Zeugnis von gelebter Ökumene in unseren Gemeinden.

Nach der Messe traf man sich im Gemeindesaal und führte mit „Frohe Ostern!“ auf den Lippen viele Gespräche. Dabei genoss man bei gutem Wein den köstlichen Lammbraten. An dieser Stelle möchte ich mich auch im Namen der evangelischen Kirchengemeinde für die Osterkerze und insbesondere bei den vielen Helfern der katholischen Gemeinde für die Feier der Osternacht bedanken.

Horst Austmann

Die Osterkerze in der Auferstehungskirche

Auch in der Auferstehungskirche leuchtet das Licht einer neuen Osterkerze, die Angelika Wagner nun schon zum fünften Mal gestaltet hat. Dafür sei ihr an dieser Stelle herzlich gedankt. Über ihre Osterkerze schreibt Frau Wagner:

Die Osterkerze will in jedem Gottesdienst besonders daran erinnern, dass erst die Frauen, dann die Jünger dem Auferstandenen an Ostern begegneten und begriffen, dass er bei ihnen sein würde bis an der Welt Ende.

"Ich bin der Ich-bin-da" sagte Gott seinem Volk schon Jahrhunderte früher zu: damals, als er sich Mose im brennenden Dornbusch offenbarte. Dieses Motiv wählte Walter Schimpf vor vielen Jahren für eines unserer Kanzelparamente. Da ich gern Ideen aus der Kirche aufnehme, entschied ich mich für dieses, um die Osterbotschaft in einem Bild auszudrücken.

Beim Fertigen des Wüstensandes, in dem der Dornbusch wurzelt, fiel mir auf, dass sich die Gemeinde auch gerade in einer Wüstenzeit befindet: ohne ständigen Pfarrer/in. In dieser Situation tröstet heute wie damals Gottes starke Zusage: „Ich bin der Ich-bin-da. Ich bin bei Euch alle Tage.“