Haushaltsplan 2012

Der Haushaltsplan für 2012 steht.

Der Haushaltsplan für eine Kirchengemeinde wird fast in gleicher Weise aufgestellt wie der der Stadt Leinfelden- Echterdingen. Der Vergleich ist aber nur insoweit erlaubt, als man an das Verfahren denkt – bei den Plansummen der Einnahmen und Ausgaben wäre es in etwa so, als wenn man ein Glühwürmchen mit einem Blitz vergliche.

Im Vorfeld wird bei den verschiedenen Gruppen und Kreisen angefragt, welchen Bedarf sie für das Haushaltsjahr anmelden. Dem Schaubild ist zu entnehmen, dass die Personalkosten den größten Raum einnehmen. Da die Tarifverhandlungen erst beginnen, wenn der Haushalt bereits beschlossen ist, können die tariflichen Steigerungen nur geschätzt werden. Ein wesentlicher Kostenfaktor sind auch die Preise für Heizöl und Strom.

Sind diese Fakten alle beisammen, stellt sich die Frage nach der weiteren Entwicklung der Kirchengemeinde: Soll man den Status quo nur fortschreiben oder kann man Bestehendes weiterentwickeln oder Neues angehen?

Das war bis hierher nur die Ausgabenseite – das ist noch relativ einfach. Der Haushalt will jedoch ausgeglichen sein, und so wie der Kämmerer der Stadt in der Regel feststellt, dass die Wünsche wieder einmal nicht alle erfüllt werden können, so geht es auch der Kirchenpflege. Das ist dann die Stunde des Rotstifts!

Schließlich wird ein in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichener Haushalt dem Verwaltungsausschuss und dem Kirchengemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Damit ist das Werk aber noch nicht genehmigt – in diesem Punkt ist die Kirchengemeinde mit der Stadt wieder vergleichbar: Zur Genehmigung muss der Haushalt der Kirchengemeinde dem Kirchenbezirksausschuss vorgelegt werden.

Wenn diese Hürde dann genommen ist, kommt der Souverän, das sind Sie als Gemeindeglied, ins »Spiel«: Der Haushaltsplan wird zur Einsichtnahme aufgelegt – machen Sie davon regen Gebrauch, die Kirchenpflege freut sich auf Ihren Besuch!

Ihr Kirchenpfleger Karlheinz Lehmann